ÖPNV Linie 014 und 024

Gemeinsamer Fraktionsantrag
Bezirksvertretung Süd: 02.03.2022

Beratungsgegenstand
ÖPNV Linie 014 und 024

Beschlussentwurf:
1. Die Bezirksvertretung Süd bittet die Verwaltung gemeinsam mit der NEW zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen die Taktung der Linie 024 (jetzt vom Hauptbahnhof Rheydt über Marienplatz bis Pongs) wieder an Wochentagen sowie am Wochenende auf 20 Minuten geändert werden kann.
Die hierbei anfallenden Kosten sind anzugeben.

2. Die Bezirksvertretung Süd bittet die Verwaltung gemeinsam mit der NEW zu prüfen, ob die Fahrtstrecke der Linie 014 Richtung Nordpark ab Hunsrückstraße über Hohl- und Heinrich-Pesch-Straße zur Konradstraße/Richtung Rheydt ab Konradstraße über Heinrich-Pesch-Straße und Dahlener Straße bis Marienplatz geändert werden kann ggfls. anfallende Mehrkosten sind anzugeben.

Begründung:
Zu 1.:
Bereits im Rahmen der Beratungen zum Nahverkehrsplan hatte die Bezirksvertretung Süd mehrfach darauf hingewiesen, dass die geplante und später auch beschlossene Veränderung der Taktung von 20 Minuten auf 40 Minuten die Bürgerinnen und Bürger in Pongs erheblich beeinträchtigen und im Vergleich zu anderen Stadtteilen auch benachteiligen wird. Dies ist jetzt leider eingetreten. In einigen Bereichen sind, obwohl in 2017 bereits ein dichtes ÖPNV-Angebot vorhanden war, in den letzten Jahren weitere Verdichtungen vorgenommen worden.

Die Nahversorgungsstruktur entlang der Linie 024 ist nur sehr schwach vorhanden, sodass hier der deutliche Bedarf besteht, für nahezu alle Besorgungen immer seinen Wohnbereich verlassen zu müssen. Dazu muss ein entsprechender zeitlich angepasster ÖPNV angeboten werden, um den motorisierten Individualverkehr einzudämmen.

Unberücksichtigt bleibt auch die Tatsache, dass sich an der Fahrtstrecke von Hohenberg bis Pongs zwei Altenheime sowie zwei von drei Eingängen zum städt. Friedhof Preyerstraße befinden.

Obwohl die Bezirksvertretung in den letzten Jahren mehrfach auf diesen Missstand hingewiesen hat, blieben die Argumente unberücksichtigt.

Die „Ampel“ hat darauf hingewiesen, dass der Nahverkehr eine wichtige Stütze für die Mobilität der Menschen in der Stadt ist. Dabei dürfen Fahrgastzahlen nicht die entscheidende Rolle spielen, zumal diese Zahlen bei anderen Linien offensichtlich unberücksichtigt geblieben sind.

Zu 2.:
Die veränderte Linienführung der Linie 014 würde u. a. dazu führen, dass die LVR Klinik Rheydt nunmehr einen direkten Anschluss an den ÖPNV bekommen würde. Der Bereich der Schäferstraße sowie das Baugebiet am Helmut-Freuen-Ring wären dann auch an den ÖPNV angeschlossen.

Mehrkosten für bauliche Maßnahmen wie z. B. durch die Einrichtung von Haltestellen sind nicht zu befürchten, da diese beim Ausbau der Heinrich-Pesch-Straße bereits errichtet wurden. Veränderungen im Fahrplan der 014 sind ebenfalls nicht zu befürchten, da die neue Strecke fast gleich lang ist wie die bisherige Strecke über Hohenberg und Akazienstraße.

Weitere Begründungen werden in der Sitzung vorgetragen.

Horst Schnitzler, Fraktionsvorsitzender der SPD in der BV Süd
Susanne Vehling-Feinendegen/Marcel Klotz, Fraktionsvorsitzende*r von Bündnis 90/Die Grünen BV Süd
Peter König, FDP-Vertreter in der BV Süd

Dieser Antrag wurde in der Bezirksvertretung Süd einstimmig beschlossen.

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