Anfrage der FraktionFraktion

Hugo-Junkers-Park Regenwasserprobleme

Personen

Anfrage von Ulla Brombeis in der Bezirksvertretung Süd am 04.02.2015

Nach Abschluss der Landschaftsbauarbeiten im Hugo-Junkers-Park sind bekanntlich gravierende Probleme beim Abfluss des Regenwassers aufgetreten.

Kann die Verwaltung bestätigen, dass

1. von den planenden Landschaftsarchitekten eine einwandfreie Planung abgeliefert wurde?

2. von den Fachplanern und Gutachtern einwandfreie Leistungen erbracht wurden?

3. von den ausführenden Firmen einwandfreie Leistungen erbracht wurden?

4. von den an der Objektüberwachung beteiligten Personen einwandfreie Leistungen erbracht wurde?

Wenn im Einzelfall keine einwandfreie Leistung erbracht wurde, welche Beteiligten wurden daraufhin gerügt und was wurde darüber hinaus noch unternommen?

Kann sichergestellt werden, dass schlussendlich das Werk mängelfrei ist, oder sind schon Kompromisse eingegangen worden?

Ist sichergestellt, dass sämtliche Kosten für die Mängelbeseitigungen einschließlich der dabei anfallenden Baunebenkosten nicht zu Lasten des Auftraggebers gehen?

Welchen Zeitplan gibt es für sämtliche Mängelbeseitigungen?

Antwort der Verwaltung vom 12.03.2015

Sehr geehrte Frau Brombeis,

Ihre Anfrage zu aufgetretenen Problemen beim Abfluss des Regenwassers im Hugo-Junkers-Park kann wie folgt beantwortet werden.:

• Zu 1.: Das überschüssige Regenwasser staute sich vor dem Ausbau des Hugo-Junkers-Parks auf dem Schulhof des Hugo-Junkers-Gymnasiums und wurde dort teilweise über diverse Einlaufe in die Kanalisation abgeleitet. Durch Änderungen der Gefälle fließt das Oberflächenwasser nun nicht mehr auf den Schulhof sondern verbleibt im Parkbereich.
Das planende Büro Mettler aus Berlin ging zunächst davon aus, das überschüssige Oberflächenwasser, wie vormals auf dem Schulhof auch, über den vorhandenen Kanal ableiten zu können. Dies war jedoch nicht möglich, da die hierfür gültige Satzung dies ausschließt.
Das Büro Mettler hat nach entsprechender abschließender Feststellung des Sachverhaltes eine Überarbeitung der Planung vorgenommen, die zu schrittweisen Nachbesserungsarbeiten in der Bauleistung führt. Der Stadt MG entstanden keine zusätzlichen Kosten für diese Planungsleistung. Die Kosten für die Nachbesserungsarbeiten in der Bauleistung wären im Wesentlichen auch entstanden, wenn sie von Anfang an durchgeführt worden wären.
Da das Oberflächenwasser nicht abgeführt werden kann, wurden in einem ersten Schritt je zwei unterirdische Rigolenspeicher an der Villa und zwei Rigolenspeicher mit Drainageverbindung zwischen Parkplatz und Schwimmbad eingebaut. Diese können insgesamt 60 cbm speichern. Die zwei Rigolenspeicher an der Villa funktionierten sofort. Die beiden Rigolenspeicher am Schwimmbad mussten nachgebessert werden und funktionieren jetzt auch.
Es bleibt eine Wasserfläche hinter dem Hugo-Junkers-Gymnasium an der Mensa. Dort kann wegen des alten Baumbestandes und der vorhandenen Wurzeln keine Rigole eingebaut werden. Es wird derzeit geprüft, ob hier in einem weiteren Schritt mit einer Tiefenbohrung Abhilfe geschaffen werden kann.
Insgesamt ist von den planenden Landschaftsarchitekten eine einwandfreie Planung abgeliefert worden.

• Zu 2.: Auch von den Fachplanern und Gutachtern wurde, soweit nachvollziehbar, eine einwandfreie Leistung erbracht. Es wurde z. B. nicht als notwendig angesehen, ein Gegengutachten zu den Bodenuntersuchungen in Auftrag zu geben.

• Zu 3.: Von den ausführenden Firmen wurden keine einwandfreien Leistungen erbracht, Zahlreiche Mängelrügen sind erfolgt. Mit Ablauf des Gewährleistungszeitraumes und der Entwicklungspflege (Ende 2015/16) soll schlussendlich ein mängelfreier Zustand erreicht werden.

• Zu 4.: Von den an der Objektüberwachung beteiligten Personen wurden einwandfreie Leistungen erbracht.

Die Nachbesserungsarbeiten in der Bauleistung werden über das Gesamtprojekt finanziert.

Schreibe einen Kommentar