Anfrage der FraktionFraktionStadtentwicklung

Nutzung des ehemaligen Nato-Hauptquartiers

Personen

Anfrage von Reinhold Giesen in der Bezirksvertretung West am 01.06.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beziehe mich mit meiner Anfrage auf die Erstellung einer massiven Zaunanlage um große Teile des ehemaligen JHQ.

Vor einigen Wochen ist mit einer hohen Geschwindigkeit eine Zaunanlage entlang der Hardter Straße, zwischen der Straße Norwich Walk und der Malborough Road, entstanden. Diese Zaunanlage erstreckt sich am Anfang und am Ende auch noch weit in das Gelände des JHQ hinein! Teilweise wird am Zaum auf “Privatgelände“ und auch auf “Schießstände“ hingewiesen.

Die massive Art des Zaunes aus Stabgitterelementen und in der Spitze mit angebrachtem Stacheldraht und einer zusätzlichen Lage von Nato-Draht lässt augenscheinlich den Rückschluss zu, dass sich dahinter jetzt militärisches Schutzgebiet befindet.

Daraus ergeben sich folgende Fragen:

• Was ist der Hintergrund für diese Zaunanlage mit militärischem Charakter?

• Über welche Strecke verläuft diese Zaunanlage?

• Aufgrund der Größe der eingezäunten Fläche und Geschwindigkeit der Errichtung des Zauns ist es durchaus möglich, dass Wildtiere (Rehe oder Wildschweine) das Areal nicht mehr verlassen können. Werden diese Wildtiere systematisch aus diesem Gebiet vertrieben, oder werden sie eventuell jagdmäßig entnommen?

• Wer nutzt jetzt diese arrondierte Fläche? Gibt es hier nur einen oder mehrere Nutzer?

• Wenn es sich nur um einen Nutzer handelt, wie wird die Größe der Fläche für diesen einen Nutzer rechtfertigt?

• Ist sichergestellt, dass Bürger*innen nicht unbeabsichtigt hinter diese Zaunanlage geraten und aufgrund der Unübersichtlichkeit der Fläche keinen Ausgang mehr finden?

• Wer hat den Bau des Zauns veranlasst, wer trägt die Kosten und wie hoch waren diese Kosten.

• Ursprünglich sollten die nicht mehr bewohnten Häuser zurück gebaut werden und aus den unbedenklichen Schuttmassen sollte ein Landschaftsbauwerk entstehen. Es war geplant, dass dieses Gelände im Rahmen eines Freizeiterlebnisses (Aussichtsplattform) öffentlich zugänglich auch von Bürger*innen genutzt werden konnte. Wie ist der Stand dieser Planungen?

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