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Keine Gesamtschulplätze für 163 Kinder in Mönchengladbach

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Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP Mönchengladbach  

        –  Gemeinsame Pressemitteilung vom 16. Februar 2021 –

Das geänderte Anmeldeverfahren „Sekundarstufe 1“ liefert belastbare Zahlen für die Zukunft der Schullandschaft in Mönchengladbach. Dazu erklären die schulpolitischen Sprecher der Ratsfraktionen von SPD (Reinhold Schiffers), Bündnis 90/Die Grünen (Lena Zingsheim) und FDP (Sina Behrend):

„Als wir in der Ampel vor 100 Tagen mit der Arbeit angefangen haben, hatten wir erwartet brauchbare Informationen vorzufinden, mit denen wir unmittelbar an unseren Zielen „Elternwillen stärken und Bildungschancen verbessern“ sowie „7. Gesamtschule errichten“ arbeiten könnten. Mit der Umstellung des Anmeldeverfahrens mussten wir jedoch zunächst einmal die Voraussetzung schaffen, verlässliche Informationen über die Schulformwünsche, die wir bislang nur für Gesamtschule und Gymnasium kannten, zu erhalten. Nach der ersten Anmeldephase liegen uns diese Daten nun vor. Wir sehen jetzt, dass von 2285 Eltern eine etwa gleichgroße Anzahl, nämlich je 38 Prozent die Gesamtschule und das Gymnasium, 14 Prozent die Realschule und 6 Prozent Hauptschule für ihre Kinder wünschen. Unbekannt ist der Wunsch von 140 Eltern, die die Anmeldetermine nicht wahrgenommen haben. 163 Kinder finden in den Gesamtschulen auch wieder in diesem Jahr keinen Platz. Diese Eltern müssen sich im zweiten Anmeldeschritt in den nächsten Tagen für eine andere Schulform entscheiden. Gegen die Bildung von sogenannten Überlasten an Gesamtschulen, mit denen diese Kinder einen Platz an der Gesamtschule erhalten hätten, hat die Bezirksregierung, die diese genehmigen muss, erhebliche Bedenken angemeldet, weil an allen anderen Schulformen noch genügend freie Plätze zur Verfügung stehen.

Auf der Grundlage der nun vorliegenden Zahlen können wir jetzt erst mit unserer Arbeit beginnen. Wir erwarten, dass wir unterstützt von den Schulleitungen, der Schulaufsicht und der Schulverwaltung zum Schuljahr 2022 diese Arbeit erfolgreich beenden können.“

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