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„Ampel“ im Norden trotzt schwieriger Haushaltslage

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In der ersten Sitzung dieses Jahres hat die Bezirksvertretung Nord den Haushaltsentwurf für die Jahre 2021 und 2022 beraten. Aus Sicht der neuen Ampel-Kooperation könnten die Startbedingungen günstiger sein: „Angesichts der pandemischen Lage und den zu erwartenden Haushaltseinbußen können wir jedoch grundsätzlich zufrieden sein”, findet Klaus Barthels, Sprecher der Grünen in der BV Nord. „Sicherlich kann man sich als Kommune, die sich den Bedingungen eines Haushaltssicherungskonzepts stellen muss, keine großen Sprünge erlauben, es ist aber wichtig, dass wir bei den Themen Verkehr und Stadtklima die Stadt jetzt auf zukunftsfähige Gleise stellen.” Hintergrund: Die hochverschuldete Stadt Mönchengladbach kann keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen, sie ist verpflichtet, ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) zu erstellen.

„Die schnelle Entwicklung zum Homeoffice hat gezeigt, dass bei der Digitalisierung auch bisher vernachlässigte Faktoren in den Fokus rücken. Deswegen ist es gut, dass wir weiter Mittel für das Programm für die Wohnumfeldverbesserung zur Verfügung stellen können. So können die Bürger*innen ihre direkte Nachbarschaft lebenswerter gestalten” ergänzt SPD-Sprecher Sebastian Laumen. „Neben den kleinen, sichtbaren Veränderungen ist die Erhöhung der Plätze für die Offene Ganztagsschule ein wichtiger Baustein, damit Mönchengladbach als Wohnort attraktiv bleibt.”

Stefan Wimmers, Sprecher der Liberalen in der BV Nord, ist überzeugt, man müsse die Weichen so stellen, dass Handel ein integraler Bestandteil der Innenstädte bleibt. „Wer nun nicht mehr in die Nachbarstädte pendeln muss, braucht ein attraktives und vor allem gut erreichbares Angebot. Hier gilt es, alle Akteure an einen Tisch zu bringen und die Stadt zukunftsfähig aufzustellen“, so Wimmers.

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