Solidarität nach Explosion an jüdischem Gedenkprojekt – GRÜNE verurteilen den Anschlag aufs Schärfste

In der Nacht zu Samstag kam es gegen 23:30 Uhr in der Goethestraße zu einer Explosion, bei der vier Autos beschädigt wurden. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen ereignete sich die Detonation unmittelbar an einem jüdischen Gedenkprojekt, das an die Mönchengladbacher Jüdin Amalie Jung erinnert. Sie wurde 1941 deportiert und ermordet.

Der beschädigte Blumenkübel ist Teil eines lokalen Erinnerungsortes, der an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung erinnert. Dass dieser Ort Ziel eines Anschlags wurde, erschüttert uns zutiefst.

Der Staatsschutz ermittelt wegen der Explosion. Die Hintergründe sind noch unklar, doch der Angriff auf ein NS‑Erinnerungsprojekt hat eine besondere Dimension: Er richtet sich gegen das Gedenken an eine ermordete Jüdin – und damit gegen die Werte einer offenen, demokratischen und solidarischen Gesellschaft.

Andreas Wigan, Vorstandsmitglied und Landtagskandidat, betont: „Unsere Solidarität gilt den jüdischen Gemeinden und allen Menschen, die sich für Erinnerungskultur einsetzen. Wir GRÜNE Mönchengladbach verurteilen diesen Anschlag aufs Schärfste. Jeder Angriff auf jüdisches Leben, jüdische Einrichtungen oder Orte der Erinnerung ist ein Angriff auf uns alle.“

Wir stehen fest an der Seite der jüdischen Gemeinden, der Initiativen der Erinnerungskultur und aller Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren. Die Erinnerung an Amalie Jung und alle Opfer des Nationalsozialismus darf niemals eingeschüchtert oder verdrängt werden.

Michael Reichmann, Co‑Vorstandssprecher, ergänzt: „Erinnerung braucht Schutz – und klare Haltung. Wir erwarten eine schnelle und umfassende Aufklärung der Tat und danken den Einsatzkräften, die unmittelbar vor Ort waren. Als demokratische Zivilgesellschaft müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass Orte des Gedenkens geschützt bleiben und dass antisemitische, rechtsextreme oder geschichtsrevisionistische Gewalt keinen Raum bekommt.“