Schlussfolgerungen aus dem Weißbuch von NEXT MG

Gemeinsamer Fraktionsantrag
Ausschuss für Schule und Bildung: 24.11.2021

Beratungsgegenstand
Schlussfolgerungen aus dem Weißbuch von NEXT MG

Beschlussentwurf:
Der Ausschuss für Schule und Bildung und der Hauptausschuss empfehlen, der Rat der Stadt beschließt:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, möglichst noch in diesem Jahr die strukturelle Verkabelung der noch nicht in den bisherigen Losen erfassten Schulstandorte so vorzunehmen, dass die Durchführung der Maßnahmen bis zum Beginn des Schuljahres 2023 abgeschlossen ist.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept „Digitalhausmeister*in“ im Rahmen der städtischen Supportstrukturen aufzubauen.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, im Dialog mit den Schulformsprecher*innen und NEXT MG zwei Schulen auszuwählen, mit denen das Rollout von NEXT MG durchgeführt wird. Dabei soll mindestens eine Hauptschule berücksichtigt werden.

Begründung:
Zu 1: Die umfassende Darstellung von NEXT MG hat plausibel gemacht, dass ohne ein flächendeckendes W-LAN am Schulstandort nicht zu erwarten ist, dass eine systematische Entwicklung zur digitalen Schule erfolgt.

Zu 2: In Anlehnung an „analoge“ Hausmeisterinnen stellen „Digitalhausmeisterinnen“ sicher, dass die IT-Infrastruktur der Schule zum Schulbeginn am Morgen zuverlässig einsatzbereit ist. NEXT MG hat plausibel dargestellt, nur mit dieser Verlässlichkeit kann erwartet werden, dass die digitale Schule lebendige Wirklichkeit wird.

Zu 3: Will man für das Rollout der nachfolgend beschriebenen Empfehlungen ein prototypisches Vorgehen und eine prototypische Nutzung und Weiterbildung entwickeln, sollten zwei Schulen ausgewählt werden, die unterschiedliche Startvoraussetzungen erfüllen. Diese Schulen sollten mit der empfohlenen Grundausstattung an Infrastruktur und WLAN, der empfohlenen Software etc. ausgerüstet, das Lehrpersonal entsprechend geschult werden.

Kurz: Hier würde der angenommene ideale stadtweite Standard implementiert und alle auftretenden Probleme gemeistert werden. Sobald es wenigstens zwei solche Schulen gibt, kann in Kombination mit den Pilotschulen sowie anderer bereits digital affiner Schulen mit dem Pilotprojekt zum Aufbau eines stadtweiten Digitalen Mindsets begonnen werden. Dann erst kann sich zeigen, dass es mit entsprechender Ausstattung gelingt, die Menschen im
Bildungssystem mitzunehmen auf den Weg zur Digitalisierung der Bildung und nachhaltig wirkenden digitalen Nutzungskonzepten.

Janann Safi, SPD-Fraktionsvorsitzender
Dr. Boris Wolkowski / Lena Zingsheim-Zobel, Fraktionssprecher*in Bündnis 90/Die Grünen
Nicole Finger, FDP-Fraktionsvorsitzende

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