Mönchengladbacher Kreispartei von B90/Die Grünen mit kritischen Fragen zu den Neubauplänen im JHQ

Die im April diesen Jahres vorgestellten Pläne zur Entwicklung von Gewerbegebieten im JHQ-Gelände sowie zum „Maßnahmepaket“ der Landesregierung zur Einrichtung einer neuen Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige (UfA) werfen aus Sicht des Kreisvorstandes von B90/Die Grünen erhebliche Fragen hinsichtlich Umwelt-, Klima- und Sicherheitsaspekten auf.

„Bei den bislang bekannt gewordenen Planungen für das ehemalige JHQ werden zentrale umwelt- und naturschutzfachliche Anforderungen ignoriert“, befürchtet Ilka Bresges, Sprecherin des Kreisvorstandes der Mönchengladbacher Grünen. So würden Kompensationsflächen, die im Zuge der Gebietsentwicklung vorgesehen waren, in den aktuellen Überlegungen kaum Berücksichtigung finden und das Klimaschutzkonzept der Stadt Mönchengladbach spiele in den bisher kommunizierten Planungsansätzen offensichtlich keine Rolle mehr.

Vorstandsmitglied Diana Gröschel erwartet zudem eine erhebliche zusätzliche Verkehrs- und Lärmbelastung für die Bevölkerung in Hardt und Rheindahlen sowohl während der langjährigen Bauphase als auch im späteren Betrieb mit vermutlich hunderten Mitarbeitenden.

Unklar bleibe weiterhin, wie die Vorhaben mit den Anforderungen eines unmittelbar angrenzenden FFHGebiets (Fauna-Flora-Habitat-Gebiet) sowie dem bestehenden Schutzkorridor vereinbar sein sollen.

„Wir fordern von den Verantwortlichen eine offene Darstellung, wie die ökologische Verträglichkeit gewährleistet werden soll und welche verbindlichen Maßnahmen zur Entlastung der Anwohnenden geplant sind“, sagt Gröschel, „außerdem erwarten wir kurzfristig Aufklärung darüber, wo die UfA auf dem JHQGelände platziert wird und welche Auswirkungen diese für Hardt und Rheindahlen haben könnte.“