Infokampagne JHQ und Hardter Wald – Waldspaziergang mit vielen Interessierten: Anwohnende nicht ausreichend informiert

Die vor zwei Wochen gestartete Infokampagne der Initiative JHQ fand großen Zuspruch: Rund 80 Menschen sowie zahlreiche Hunde, zwei Ponys und sogar ein Esel begleiteten den Waldspaziergang durch den Hardter Wald. Ziel der Veranstaltung war es, die Besucher*innen für das Ökosystem Wald zu sensibilisieren und die geplanten Bebauungen kritisch zu beleuchten.

Aus Sicht der Initiative sind die aktuellen Planungen aus naturschutzfachlicher Sicht äußerst bedenklich. Der Hardter Wald und das angrenzende JHQ-Gelände bilden gemeinsam einen der größten zusammenhängenden Natur- und Freiräume im Westen Mönchengladbachs. Dieses Verbundsystem erfüllt unverzichtbare Funktionen für Artenvielfalt, Klimaschutz und den Wasserhaushalt.

Jede weitere Flächenversiegelung verstärkt die Folgen des Klimawandels. Versiegelte Flächen heizen sich stark auf und tragen zur Entstehung von Hitzeinseln bei. Gleichzeitig kann Regenwasser nicht mehr versickern. Das beeinträchtigt die Grundwasserneubildung und erhöht das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregen. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden und extremer Niederschläge müssen natürliche Böden und Waldflächen erhalten bleiben.

Umso unverständlicher ist für die Initiative und für die Anwohnenden, dass trotz dieser ökologischen Bedeutung weitere Eingriffe in den Naturraum geprüft werden. Selbst die Machbarkeitsstudie zum JHQ hebt den hohen naturschutzfachlichen Wert des Gebietes sowie die Bedeutung des Biotopverbundes hervor. Diese Erkenntnisse sollten nach Auffassung der Initiative konsequent in die weiteren Planungen einfließen.

„Wenn selbst die Machbarkeitsstudie die hohe ökologische Bedeutung des JHQ und des Hardter Waldes bestätigt, sollte das nicht nur eine Randnotiz sein. Dann muss diese Erkenntnis auch die Grundlage der weiteren Planungen bilden. Wer den Wert dieses Naturraums anerkennt, muss daraus auch die Konsequenz ziehen, ihn bestmöglich zu schützen.“, so Michael Reichmann, Co-Sprecher des Kreisverbands Bündnis 90 / Die Grünen Mönchengladbach.

Viele der Teilnehmenden äußerten in Gesprächen und Diskussionen Unverständnis über die mangelhafte Information zu den Planungen.

Die Initiative wird ihre Informationskampagne in den kommenden Wochen fortsetzen und lädt alle interessierten Bürger*innen ein, sich über die Planungen zu informieren und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft des Hardter Waldes und des ehemaligen JHQ-Geländes zu beteiligen.

Weitere Informationen:

Nabu-mg.de