Mönchengladbach. Die Vorbereitungen für die Landtagswahl 2027 laufen bei den Mönchengladbacher Grünen auf Hochtouren: Der grüne Kreisverband beschloss auf seiner Mitgliederversammlung am letzten Wochenende im Gymnasium an der Gartenstraße die Direktkandidatur für die Wahlbezirke Nord und Süd. Für den Wahlbezirk I (Mönchengladbach-Süd) wurde Lena Zingsheim-Zobel mit großer Mehrheit nominiert. Die 32-jährige Sonderpädagogin ist bereits seit Juni 2022 im Landtag NRW vertreten und bringt ihre Expertise als Sprecherin für Schule und Bildung sowie ihre Arbeit im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie ein. Ihr Fokus liegt auf einer grundlegenden Modernisierung des Bildungssystems, um Schule zukunftsfähig weiterzudenken. „Ich bin hier in Mönchengladbach die einzige Abgeordnete, die nicht von der CDU ist. Und genau deshalb ist mein Auftrag klar: Ich möchte für soziale Gerechtigkeit, für Klimaschutz und für eine vielfältige Gesellschaft streiten, die alle Generationen mitnimmt und aufzeigt, was miteinander möglich ist.“, sagte Zingsheim-Zobel der grünen Basis.
Im Wahlbezirk II (Mönchengladbach-Nord) treten die Grünen mit Andreas Wigan an. Das 37-jährige Vorstandsmitglied des Kreisverbandes ist bereits als sachkundiger Bürger in den Ausschüssen für Umwelt und Mobilität sowie für Chancengerechtigkeit und Integration aktiv. Wigan will seine Erfahrung in der kommunalen Politik nutzen, um die ökologische Transformation und soziale Gerechtigkeit voranzutreiben: „Die Landtagswahl 2027 ist die nächste große Chance, unsere grünen Werte in die politische Realität umzusetzen. Ich bin überzeugt: Unsere Ideen sind die besten Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Doch um diese Ideen umsetzen zu können, müssen wir den Menschen zuhören, ihre Sorgen verstehen und unsere Lösungsansätze glaubhaft vermitteln“.
Der grüne Landesvorsitzende Tim Achtermeyer stellte den Mitgliedern auf der Versammlung die strategische Ausrichtung der kommenden Kampagne vor. Unter einem motivierenden Motto wird die Wahlkampagne die zentralen Herausforderungen der Zeit adressieren. Für Achtermeyer steht fest, dass es in dieser Landtagswahl vor allem darum geht, nach vorne zu denken, statt wie die Bundesregierung im Status Quo zu verharren. Progressiv und professionell sind keine Gegensätze, im Gegenteil: Wir kommen nur voran, wenn wir uns Ziele geben und handwerklich sauber daran arbeiten. Den grünen Mitgliedern in seiner Geburtsstadt Mönchengladbach machte der grüne Landeschef Mut: „Wir vergessen viel zu oft, was wir schon erreicht haben: Wir haben die erneuerbaren Energien ausgebaut, die uns unabhängiger von den Mullahs im Iran und dem Kreml machen. Aber es gibt noch viel zu tun. Die Unabhängigkeit von Öl vorantreiben, das heißt: elektrifizieren, Speichermöglichkeiten schaffen und die erneuerbaren Energien weiter ausbauen“. Für die Landtagswahl heißt das,“ Ziele definieren und Mut auf Veränderungen haben, damit das Morgen gut werden kann“, so Achtermeyer.

Michael Reichmann, Tim Achtermeyer, Lena Zingsheim-Zobel, Anna Potrafke