Mönchengladbach. Nach dem gestrigen Angriff auf das queere Zentrum an der Wallstraße 3, wo Fensterscheiben eingeschlagen und die Scheiben selbst mit nationalsozialistischen Symbolen und Drohungen beschmiert wurden, erklären die Mönchengladbacher Grünen dem Verein „Queers an der Niers“ sowie allen dort tätigen Ehrenamtlichen und Besucher*innen ihre uneingeschränkte Solidarität. Am 14. April 2026 wurden im Queeren Zentrum Fenster eingeschlagen und die Glasflächen mit nationalsozialistischen Symbolen sowie Drohungen besprüht.
Der Vorfall stellt nicht nur Sachbeschädigung dar, er ist auch ein klarer Angriff auf queeres Leben, auf Menschen, die Schutz und Gemeinschaft suchen, und auf die Werte einer offenen, demokratischen Gesellschaft. Grünen‑Co‑Sprecher Boris Wolkowski betont: „Diese Aktion richtet sich gegen unsere Werte eines offenen, demokratischen und vielfältigen Mönchengladbachs. Wer queere Räume angreift, will einschüchtern; wir dürfen das niemals relativieren.“ Die Grünen fordern eine konsequente Strafverfolgung der Täter*innen und rufen die Stadtverwaltung dazu auf, den Schutz queerer Einrichtungen zu stärken.
„Eine öffentliche und klare Positionierung der demokratischen Vertreter*innen unserer Stadt ist jetzt notwendig. Wir sollten geschlossen stehen gegen diese antidemokratischen Kräfte“, betont Michael Reichmann, Co-Sprecher des grünen Kreisverbands Mönchengladbach. Das Queere Zentrum ist ein zentraler Ort der Begegnung, Beratung und Unterstützung für queere Menschen in Mönchengladbach. Die Grünen sehen den Schutz solcher Einrichtungen als gemeinsame Verantwortung von Politik, Zivilgesellschaft und allen Bürger*innen.
Bündnis 90/Die Grünen setzen sich seit langem für die Rechte von LGBTIQ +-Personen ein und fordern ein gesellschaftliches Klima, das Diskriminierung und Hass keine Chance lässt. Der Vorfall in Mönchengladbach verdeutlicht die Notwendigkeit, demokratische Werte aktiv zu verteidigen und rechte Gewalt konsequent zu benennen.